Bastard Student from Hell
Aufgrund eines Buches, das mir letztens unter die Finger kam (nämlich “BAfH”) möchte ich die folgenden Einträge diesem Buch dedizieren.
Woche A0
Meine sonst so schlechte Stimmung war fast wie weggeblasen. Grübelnd suchte ich nach einem Grund für diesen ungewöhnlichen – ich würde fast sagen – langsam auch anwidernden Zustand. Vielleicht lag es daran, dass ich gestern in der S-Bahn wieder einmal den Türschließmechanismus mit einem zähen Erdbeerkaugummi überlistet habe und so leider einige schwerbeschäftigte Business-Kasper in ihre S-Bahn nicht einsteigen konnten. Es war so bedauernswert zu sehen, wie die S-Bahn wieder losfuhr und sie mit ihren dicken Aktenkoffern in der Hand schnell noch versuchten ein anderes Abteil zu öffnen, bis am Ende ihre vom Sprint geröteten Gesichter Ausdrücke von ohnmächtig bis stark verärgert annahmen.
Nein, daran lag es definitiv nicht. Stimmt! Es war die letzte Woche vor den Semesterferien, pardon, vor der vorlesungsfreien Zeit, also den Ferien. Während andere Studenten damit beschäftigt waren, die Themen für die Elektrotechnik Klausur diese Woche mühsam durchzuarbeiten, versuchte ich, meinen dunklen Plan für diese Klausur in die Tat umzusetzen.
Wenn man erstmal einige Wochen oder Monate im Unialltag integriert ist, so kennt man das System, und kann es gegen sich selbst einsetzen. Bei Klausuren ist es generell so, dass die Punkte, die für ein erfolgreiches Bestehen erforderlich sind, genau dann hochgesetzt werden, wenn nach dem alten Maßstab ein zu geringer Prozentsatz nur bestanden hätte.
So. Diese Tatsache brachte mich auf eine Idee. Was wäre wenn - rein zufällig natürlich – unproportional viele Partizipanten dieser Klausur nur wenig, bis gar keine Punkte erreichten? Zack! Dann schnappt die Falle zu! Wenn nacher die fertig gemalte Gaußglocke der Korrekturergebnisse auf dem Tisch liegt, wird das Lineal angesetzt und die Grenze einfach neu gesetzt – und das Wichtigste – ich werde dann auf jeden Fall bestehen!
Die Exekution dieser Kabale führte mich an diesem Dienstagnachmittag in die Innenstadt, in der ich – ausgestattet mit unzähligen Matrikelnummern und Bierflaschen – genügend “Personal” akquirierte, das zum gewünschten Zeitpunkt eine falsch oder gar nicht ausgefüllte Klausur abgeben sollte. Oh man, was ich das Studentenleben liebe…

Ich hätte gerne eine Fortsetzung =P Aber sehr hübsch